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Tipps und Tricks zum Truly Ergonomic Keyboard mit Neo

Das Truly Ergonomic Keyboard hat ein deutlich anderes Layout als „normale“ Tastaturen, wodurch mit einem Standard-Neo-Treiber Buchstaben an anderen Stellen sitzen, die höheren Ebenen schlechter erreichbar sind, etc.

Um dieser Problematik entgegenzuwirken, empfiehlt es sich dringend, die von der Tastatur gesendeten Scancodes mit Hilfe des vom Hersteller bereitgestellten Tools Custom Layout Designer umzuprogrammieren. Folgt dafür einfach den Anweisungen der Homepage, die technischen Details sollen nicht Gegenstand dieses Artikels sein. Ihr braucht lediglich Folgendes zu wissen:

  • Die Funktionalität der Hardware-Reprogrammierung ist grundsätzlich betriebssystemunabhängig, es mag aber die ein oder andere Einschränkung unter Linux geben – notfalls kann man das aber einmalig an einem Windowsrechner erledigen.
  • Der gesamter Prozess des Layoutdesigns und der anschließenden Umprogrammierung der Tastatur ist zur Zeit leider recht kompliziert:
    • Der Layout Designer läuft im Browser als Plugin. Das damit erstellte, eigene Layout kann man nicht direkt, sondern nur als Link speichern. Diesen Link werdet ihr in diesem Artikel an manchen stellen finden, ihr könnt damit eine bereits begonnene Arbeit fortsetzen.
    • Vom Browser aus exportiert ihr eine (binäre) hex-Datei, die wiederum für den auf eurem Rechner laufenden Firmware-Updater bestimmt ist. Wie genau das nun alles funktioniert, erfahrt ihr auf der Webseite des Herstellers, es mag sich in Zukunft ändern.

Vermeidung doppelter Umordnung

Wie auch auf der Truly-Webseite zu lesen ist, muss man sehr aufpassen, wenn man per Hardware sogar alle einzelnen Buchstaben (z. B. entsprechend Neo) umprogrammieren möchte. Denn wenn man dann in seinem Betriebssystem mit den „üblichen“ Mitteln Neo aktiviert, wären alle Tasten doppelt permutiert und man erhielte nicht das, was man wollte. Man dürfte sein Layout im Betriebssystem also nie umstellen.

Ferner ist es nicht möglich, die sechs Neoebenen direkt in die Hardware zu programmieren. Die Tastatur sendet nämlich keine Zeichen, sondern nur die Codes der angeschlagenen (physikalischen) Tasten. Die Bestimmung, welche Ebene der Nutzer wünscht und welches Zeichen sich daraus ergibt, übernimmt der Treiber des Betriebssystems.

Folglich darf man bei der Programmierung der Tastatur nicht überlegen, welches Zeichen wo hin soll, sondern welcher Tastencode von wo am besten gesendet wird. In Konsequenz heißt dass, dass alle „alphanummerischen“ Tasten (d. h. insbesondere fast alle Buchstaben) genau da bleiben, wo sie standardmäßig schon sind. Angepasst werden im Großen und Ganzen nur die Sonderzeichen wie Shift, Strg, Alt, Tab etc. Dies ist in den allermeisten Skizzen des folgenden Abschnitts nicht berücksichtigt, dort seht ihr der Einfachheit halber die finalen Layouts (und nicht etwa das, was ihr mit dem Layout Designer selbst erzeugen müsstet).

Layout anpassen

Bislang hat jeder, der sich zur Anpassung des TECK geäußert hat, einen anderen Vorschlag gehabt, welche Tasten wohin verlegt werden könnten. Ein paar davon sollen hier vorgestellt werden, um ein paar Ideen zu sammeln.

Ihr könnt entweder einen der Vorschläge übernehmen, idealerweise einem bereitgestellen Layout-Link folgen und euch eure hex-Datei erstellen, oder aber etwas eigenes machen.

Für alle, die hier ihr eigenes Layout veröffentlichen möchten:

  • Bitte erläutert kurz, welche Designziele/Paradigmen ihr verfolgt.
  • Stellt das Ganze in einer übersichtlichen Grafik dar, entweder als Skizze oder als Foto. Beachtet dabei die Hinweise des vorherigen Abschnitts, es sollte also klar sein, ob die Grafik das finale oder das zu programmierende Layout darstellt. Grundsätzlich reicht sogar die Darstellung nur der Tasten, die umprogrammiert werden müssen (insbesondere bleiben dann die meisten Buchstaben unberücksichtigt).
  • Vermeidet offensichtlich „sinnlose“ Layouts auf Grund sehr spezieller Paradigmen, die abgesehen von euch niemandem etwas nützen könnten. Designziele wie „keine Rücksicht auf Qwertz, Tastatur lässt sich nicht zurückstellen“ und „primäre Nutzung von Ebene 4“ könnten beispielsweise die vier Pfeiltasten auseinanderreißen, das gesamte Layout würde diesen Artikel allerdings nur unnötig aufblähen.
  • Bitte keine eigenen Layouts oder derartige Experimente, dies ist dafür die falsche Seite!

Vorschlag von Frank

Paradigmen:

  1. möglichst ähnlich zur Standardtastatur, damit man sich nicht allzu stark umgewöhnen muss
  2. wo selten gebraucht: möglichst wenig Änderungen im Vergleich zur Original-TEK, d. h. möglichst wenig Tastenumbeschriftungen
  3. QWERTZ-kompatibel, Tastatur nach Umstellung gut für Teckniklaien verwendbar

Folgerungen:

  • Die vier Pfeiltasten, die vier Sprungtasten (Home, End, PageUp, PageDown), die Fn- sowie die NumLock-Ebene bleiben unverändert.
  • Im Schreibwarenladen findet man kleine, weiße Aufkleber, mit denen man die wenigen geänderten Tasten beschriften kann, sodass auch QWERTZ-Laien schnell mit der Tastatur arbeiten können (naja).
  • Ebene-2- und Ebene-3-Modifier werden so gesetzt wie auf der Standardtastatur.
  • Die Ziffernebene wird entsprechend des ersten Designziels eine Taste nach links verschoben.
  • Wegen der Wichtigkeit landet Enter auf der „linken Leertaste“.
  • Die Positionen der Modifier Tab und Strg ergeben sich aus dem ersten Designziel, bei allen übrigen Tasten werden Redundanzen minimiert (daher werden bspw. rechts oben Del und Backspace gestrichen) und die noch übrigen Zeichen/Befehle verteilt. Die genaue Ausführung mag strittig sein.

Layout:

┌───┬───┬───┬───┬───┬───┬───┬─────┬───┬───┬───┬───┬───┬───┬───┐
│T1 │ 1 │ 2 │ 3 │ 4 │ 5 │ 6 │ Sup │ 7 │ 8 │ 9 │ 0 │ - │ T2│Men│
├───┼───┼───┼───┼───┼───┼───┼─────┼───┼───┼───┼───┼───┼───┼───┤
│Tab│ y │ x │ v │ l │ c │ w │ Del │ k │ h │ g │ f │ q │ ß │ T3│
├───┴───┼───┼───┼───┼───┼───┼─────┼───┼───┼───┼───┼───┼───┴───┤
│ Mod3  │ u │ i │ a │ e │ o │ Ins │ s │ n │ r │ t │ d │  Mod3 │
├───────┼───┼───┼───┼───┼───┼─────┼───┼───┼───┼───┼───┼───────┤
│ Shift │ ü │ ö │ ä │ p │ z │  ⌫  │ b │ m │ , │ . │ j │ Shift │
├───┬───┼┬┬┬┼───┼┬┬┬┼───┴───┼─────┼───┴───┼┬┬┬┼───┼┬┬┬┼───┬───┤
│Ctr│Alt├┴┴┴┤ ⇞ ├┴┴┴┤   ↲   │ Mod4│ Space ├┴┴┴┤ ↑ ├┴┴┴┤Alt│Ctr│
└───┴───┤ ⇱ ├───┤ ⇲ ├───────┴─────┴───────┤ ← ├───┤ → ├───┴───┘
        └───┤ ⇟ ├───┘                     └───┤ ↓ ├───┘
            └───┘                             └───┘

Anmerkungen:

  • „Men“ (ganz rechts oben) steht für die Kontextmenü-Taste, mit Shift, Ctrl und Alt sind jeweils die linke und die rechte Version gemeint, die beiden Mod3 stehen natürlich für Caps bzw. Qwertz-#.
  • Das Layout funktioniert ohne Weiteres nur mit dem Modell 229 (links und rechts unten jeweils zwei statt einer Taste), dies empfehle ich euch auch ganz dringend, da man sonst in Platznot kommen könnte.
  • Das Nicht-Zurückschieben der Ziffernreihe stünde im Einklang mit dem zweiten Designziel und wäre grundsätzlich auch sehr sinnvoll, da die Ziffernreihe dann symmetrisch bliebe. Es mag durchaus strittig sein, nach längerer Zeit des Probierens bin ich jedoch zu dem Schluss gekommen, dass eine solche Umstellung im Vergleich zur klassischen Hardware vor allem auf Grund der zweiten und dritten Ebene viel zu ungewohnt ist, und nehme stattdessen die vielen Aufkleber auf meiner Tastatur in Kauf. Einen Geschwindigkeitsvorteil gibt es bei der symmetrischen Ziffernreihe definitiv nicht, auch nicht durch die bessere Logik dahinter.
  • Das Enter direkt unter dem linken Daumen steht zwar im Widerspruch zu Paradigma 2, hat sich jedoch als sehr effektiv herausgestellt, außerdem kann dann Mod4 unten in die Mitte gelegt und von beiden Daumen symmetrisch erreicht werden.
  • Die TEK-Taste „Del“ ganz rechts oben (in der Skizze ist die dazugehörige Reihe mit den F-Tasten nicht aufgeführt) ist bei mir „Pause“. In der darunterliegenden Reihe mit der Fn-Taste habe ich die linke der drei Tasten mit PrintScreen belegt. Die dritte Taste im Bunde, Scroll (Rollen), gibt es folglich nicht direkt, sie wird aber auch am seltensten gebraucht und ist zumindest über Fn + Super zu erreichen.
  • Das y ist wie bei allen anderen Layouts ganz nach links gerutscht, es scheint der einzig sinnvolle Platz für dieses Zeichen zu sein.

Und abschließend der Link zu meine Design: Franks Layout

Vorschlag von blueling

Belegungsvorschlag für das TECK mit 105 Tasten. Wird von blueling erfolgreich eingesetzt unter Windows zur Softwareentwicklung (optimale Lage von M3, Navigation primär über Ebene 4, Shift als Daumentaste links). Die Belegung wurde inspiriert durch den Selbstbau von Florian Janssen (s. http://files.florian-janssen.de/floly_belegung.jpg)

┌───────┬───┬───┬───┬───┬───┬─────┬───┬───┬───┬───┬───┬───────┐
│   -   │ 1 │ 2 │ 3 │ 4 │ 5 │  ^  │ 6 │ 7 │ 8 │ 9 │ 0 │   `   │
├───┬───┼───┼───┼───┼───┼───┼─────┼───┼───┼───┼───┼───┼───┬───┤
│ / │ y │ x │ v │ l │ c │ w │ Tab │ k │ h │ g │ f │ q │ ß │ ' │
├───┴───┼───┼───┼───┼───┼───┼─────┼───┼───┼───┼───┼───┼───┴───┤
│ M3L   │ u │ i │ a │ e │ o │Enter│ s │ n │ r │ t │ d │  M3R  │
├───────┼───┼───┼───┼───┼───┼─────┼───┼───┼───┼───┼───┼───────┤
│ Strg  │ ü │ ö │ ä │ p │ z │BkSp │ b │ m │ , │ . │ j │ Strg  │
├───────┼┬┬┬┼───┼┬┬┬┼───┴───┼─────┼───┴───┼┬┬┬┼───┼┬┬┬┼───────┤
│  Alt  ├┴┴┴┤App├┴┴┴┤ ShiftL│ M4L │ Space ├┴┴┴┤ ↑ ├┴┴┴┤ ShiftR│
└───────┤Del├───┤Win├───────┴─────┴───────┤ ← ├───┤ → ├───────┘
        └───┤Tab├───┘                     └───┤ ↓ ├───┘
            └───┘                             └───┘

Anmerkung: Die rechte Shift-Taste wird beim Schreiben nicht verwendet, sie dient lediglich dazu in Kombination mit der linken Shift-Taste Caps-Lock umschalten zu können.

blueling's 105-Tasten TECK mit Tastaturaufklebern

Vorschlag von ArneBab

Belegungsvorschlag für das TECK mit 105 Tasten. Wird von Arne getestet, Softwareentwicklung unter GNU/Linux mit Emacs (optimale Lage von M3, Navigation primär über Ebene 4, Shift als Daumentaste rechts, Strg und Alt alternierend).

┌───────┬───┬───┬───┬───┬───┬─────┬───┬───┬───┬───┬───┬───────┐
│   -   │ 1 │ 2 │ 3 │ 4 │ 5 │  ^  │ 6 │ 7 │ 8 │ 9 │ 0 │   `   │
├───┬───┼───┼───┼───┼───┼───┼─────┼───┼───┼───┼───┼───┼───┬───┤
│ / │ y │ x │ v │ l │ c │ w │BkSp │ k │ h │ g │ f │ q │ ß │ ' │
├───┴───┼───┼───┼───┼───┼───┼─────┼───┼───┼───┼───┼───┼───┴───┤
│ Strg  │ u │ i │ a │ e │ o │ Tab │ s │ n │ r │ t │ d │  Alt  │
├───────┼───┼───┼───┼───┼───┼─────┼───┼───┼───┼───┼───┼───────┤
│  Alt  │ ü │ ö │ ä │ p │ z │Enter│ b │ m │ , │ . │ j │ Strg  │
├───────┼┬┬┬┼───┼┬┬┬┼───┴───┼─────┼───┴───┼┬┬┬┼───┼┬┬┬┼───────┤
│ ShiftL├┴┴┴┤ ⇞ ├┴┴┴┤ Space │ M4L │ ShiftR├┴┴┴┤ ↑ ├┴┴┴┤ Undo  │
└───────┤ ⇱ ├───┤M3L├───────┴─────┴───────┤ ← ├───┤ → ├───────┘
        └───┤ ⇟ ├───┘                     └───┤ ↓ ├───┘
            └───┘                             └───┘

Anmerkung: Strg und Alt sind links und rechts vertauscht, um einen besseren Arbeitsfluss bei Benutzung von beiden zu erhalten. Undo auf der ersten Ebene ist cool, könnte aber durch M3R ersetzt werden, um locken zu können :)

Die Pfeiltasten zusammen zu haben ist weitaus praktischer als ich dachte (ich hatte vorher rechts eine weitere Daumentaste).

Home links im block könnte noch durch was anderes ersetzt werden, ist aber nicht gerade gut zu erreichen.

Die Belegung wird mit meiner xmodmap realisiert: https://bitbucket.org/ArneBab/evolve-keyboard-layout/raw/eaedaf76e456/empirie/crie-truly.xmodmap

Vorschlag von Erik

Ich habe das ganze per Firmware-Update realisiert. Das ist genial, da die Modifier nun immer an der richtigen/gleichen Stelle sind, egal welcher Benutzer gerade am Rechner ist, und egal welche Tastaturbelegung geladen ist (der Rechner hier wird geteilt und es hängen zwei Tastaturen dran: Truly und normale Cherry G80-3000).

Belegungsvorschlag für das TECK mit 109 Tasten (aktuell: angepasste Firmware der 209 drauf, damit habe ich die Version 209 der Tastatur, da sie hardwaretechnisch baugleich zur 109-Tastatur ist).

Häufige Verwendung von Vim unter GNU/Linux mit Xmonad als Fenstermanager.

eriks truly für den neo-einsatz unter xmonad

┌───┬───┬───┬───┬───┬───┬───┬─────┬───┬───┬───┬───┬───┬───┬───┐
│T1 │ 1 │ 2 │ 3 │ 4 │ 5 │  6│  ⇞  │ 7 │ 8 │ 9 │ 0 │ - │ T2│ ⌫ │
├───┼───┼───┼───┼───┼───┼───┼─────┼───┼───┼───┼───┼───┼───┼───┤
│ ♫ │ y │ x │ v │ l │ c │ w │  ⇟  │ k │ h │ g │ f │ q │ ß │ T3│
├───┴───┼───┼───┼───┼───┼───┼─────┼───┼───┼───┼───┼───┼───┴───┤
│ Mod3  │ u │ i │ a │ e │ o │  ↑  │ s │ n │ r │ t │ d │  Mod3 │
├───────┼───┼───┼───┼───┼───┼─────┼───┼───┼───┼───┼───┼───────┤
│ Shift │ ü │ ö │ ä │ p │ z │  ↓  │ b │ m │ , │ . │ j │ Shift │
├───┬───┼┬┬┬┼───┼┬┬┬┼───┴───┼─────┼───┴───┼┬┬┬┼───┼┬┬┬┼───┬───┤
│ ← │ → ├┴┴┴┤Tab├┴┴┴┤Super_L│  ↲  │ Space ├┴┴┴┤Tab├┴┴┴┤bck│fwd│
└───┴───┤Stg├───┤ M4├───────┴─────┴───────┤M4 ├───┤Stg├───┴───┘
        └───┤Alt├───┘                     └───┤Alt├───┘
            └───┘                             └───┘

Die Zahlenreihe wurden eins nach links verschoben (auf dem Foto noch nicht zu sehen), um die symmetrische Anordnung von »« und „“ und $€ usw. wieder zu erhalten. Die Ziffern auf der Zahlenreihe werden von mir gar nicht verwendet, stattdessen der Ebene4-Ziffernblock, daher ist unsymmetrische Verschiebung der Ziffern egal.

Leertaste nur für rechten Daumen, linke Seite davon ist zum Xmonad-Modifier geworden (Win = Super_L-Taste). Alt und Mod4 symmetrisch für die Daumen, wobei Alt nicht besonders gut erreichbar ist, aber auch nur sehr selten von mir verwendet wird (nur als Modifier für JOSM, einen OpenStreetMap-Editor).

y ist nach links oben gerutscht. Dies ist sinnvoll, da viele englische Wörter diesen Buchstaben verwenden, wobei häufig Konsonanten der rechten Tastaturseite direkt davor getippt werden. Und alle vokalartigen sind links. ß und j sind wie auf einer Standardneotastatur, somit kein Umlernen.

Cursortasten und Bild-hoch/-runter sind in die Mitte gewandert, damit ich sie beim Betrachten von Fotos oder manchmal auch einhändig in der Konsole direkt (ohne Mod4) verwenden kann.

Tab brauche ich manchmal auch direkt, ohne Mod4 drücken zu müssen. Die Position ist direkt unter der Ebene4-Position, lässt sich also leicht merken. Und Strg+Tab und Alt+Tab lassen sich sehr leicht bedienen (falls ich mal einen anderen Windowmanager bediene, in Xmonad brauche ich das nicht).

Stg ist Steuerung/Strg/Ctrl.

bck und fwd sind die X11-Kürzel für zurück (XF86Back) und vorblättern (XF86Forward) wie sie zum Beispiel für alle Browser verwendet wird, um vor und zurück zu blättern. Diese beiden Tasten gibt es bei Thinkpads, daher bin ich diese gewohnt. Im Konfigurator sind es

  0x224	AC Back
  0x225	AC Forward

Das kann man dann, wenn man verrückt ist, alles im Hexeditor zusammen basteln. Oder:

Hier meine Belegung mit dem grafischen Programmiertool (GUI) erstellt, als Vorlage für Euch

Vorschlag von ka’imi

Achtung! Ich habe das ganze per Firmware-Update realisiert (siehe dazu hier und hier). Belegungsvorschlag für das TECK mit 109 Tasten. Häufige Verwendung von Vim unter GNU/Linux mit i3 als Fenstermanager. Vorschläge für eine sinnvollere Belegung der Super-Taste zwischen 5 und 6 erwünscht :)

Zusätzlich ist mit aktiviertem Numlock ein Fake-QWERTZ aktivierbar. Damit kann man, mit weiterhin im OS aktiviertem Neo, QWERTZ Layer 1 benutzen. Außerdem verschieben sich Shift, Strg und Space an die „normalen“ Positionen. Vorteil: wenn man ein Game erwischt, bei dem sich die Belegung nicht ändern lässt, fliegen die Tasten nicht wild irgendwo auf der Tastatur rum. Man muss aber auch nicht über das Betriebssystem das Layout wechseln.

Link zur Firmware im Configurator

┌───┬───┬───┬───┬───┬───┬───┬─────┬───┬───┬───┬───┬───┬───┬───┐
│Esc│ T1│ 1 │ 2 │ 3 │ 4 │ 5 │ Sup │ 6 │ 7 │ 8 │ 9 │ 0 │ - │ T2│
├───┼───┼───┼───┼───┼───┼───┼─────┼───┼───┼───┼───┼───┼───┼───┤
│Tab│ y │ x │ v │ l │ c │ w │  ⌦  │ k │ h │ g │ f │ q │ ß │ T3│
├───┴───┼───┼───┼───┼───┼───┼─────┼───┼───┼───┼───┼───┼───┴───┤
│ Mod3  │ u │ i │ a │ e │ o │  ⌫  │ s │ n │ r │ t │ d │  Mod3 │
├───────┼───┼───┼───┼───┼───┼─────┼───┼───┼───┼───┼───┼───────┤
│ Strg  │ ü │ ö │ ä │ p │ z │  ↲  │ b │ m │ , │ . │ j │ Strg  │
├───┬───┼┬┬┬┼───┼┬┬┬┼───┴───┼─────┼───┴───┼┬┬┬┼───┼┬┬┬┼───┬───┤
│Sup│Alt├┴┴┴┤ ⇞ ├┴┴┴┤ Shift │ Mod4│ Space ├┴┴┴┤ ↑ ├┴┴┴┤Alt│Sup│
└───┴───┤ ⇱ ├───┤ ⇲ ├───────┴─────┴───────┤ ← ├───┤ → ├───┴───┘
        └───┤ ⇟ ├───┘                     └───┤ ↓ ├───┘
            └───┘                             └───┘

Treiberanpassungen und eigene Tools

Hier sollen Tipps und evtl. auch modifizierte Treiber gesammelt werden, um die Tastatur sinnvoll mit Neo nutzen zu können.

Linux

Statt wie oben vorgeschlagen die Hardware umzuprogrammieren, nutzt Martin die bordeigene Neo-2-Implementierung von Debian Wheezy und erweitert sie mit einer angepassten xmodmap für das Truly.

Mac

Mit PCKeyboardHack kann die linke Spacetaste nicht belegt werden, da diese einen Keycode sendet, der von dem Programm nicht erkannt wird. Hier gibt es einen Patch, der das behebt.

Windows

Registry

Einen Vorschlag, wie man die Truly mit entsprechenden Einträgen per Sharpkeys in der Registry anpassen kann, hat Wolf auf der Mailingliste gepostet. Von dem Programm wird der Wert "Scancode Map" in die Registy geschrieben unter dem Registy-Pfad "HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Control\Keyboard Layout". Dadurch lassen sich auch Tasten mit „unbekannten“ Scancodes verwenden, die alleine über den Neovars nicht angesprochen werden können (z.B. 05C der linken Spacetaste).

Mit keytweak lassen sich zwar die meisten Scancodes des TECK nicht bearbeiten, aber es lassen sich in Sharpkeys erstellte Konfigurationen abspeichern und wieder laden. (für Leute die mehrere Konfigs brauchen oder testen wollen)

NeoVars

Da im NeoVars standardmäßig der Ziffernblock aktiviert wird, was auch den integrierten Ziffernblock von Notebooks und eben dem TECK betrifft, sollte als erstes wie hier beschrieben eine Datei Neo2.ini mit dem Inhalt "NumLockOff=1" erstellt und unter Benutzer/{user}/AppData/Roaming/Neo2 (Windows 7) abgelegt werden.

Für die Anpassung des Treibers gibt es zwei Möglichkeiten. Beide funktionieren nicht mit der vorkompilierten .exe-Datei, sondern man muss Autohotkey installieren, aus dem .svn den Ordner /windows/neo-vars/src herunterladen, und daraus die Datei neo20-all.ahk starten.

Die erste Lösung wäre, eine Custom.ahk anzulegen. Dadurch erhält man einen eigenen Modus, den man mit einer Tastenkombination aktivieren kann. Dafür speichert man einfach diesen Text im utf8-Format im selben Ordner wie die Neo2.ini als Custom.ahk ab, die Tastenkombination für die Belegungsvariante TECK ist dann M3+F8. Eigentlich ist dies die elegantere Lösung, jedoch können momentan leider nur y und j wie in den Vorschlägen oben vertauscht werden, aber keine Modifier. Wer eine Idee hat, wie auch eine Anpassung der Modifier über die Custom.ahk erfolgen kann, darf sich gerne melden ...

Die andere Möglichkeit ist, im Ordner /windows/neo-vars/src/source die Datei keydefinitions.ahk zu bearbeiten. In den Zeilen 6-54 werden die Buchstabentasten definiert und können beliebig bearbeitet werden, für die Modifier erfolgt in Zeile 105-111 die Zuordnung von Scancode zu Funktion; die Zuordnung von Scancode zu VirtualKey für ein zugrundegelegtes deutsches Tastaturlayout kann in Zeile 339-344 angepasst werden, für die Verwendung mit englischem Layout muss entsprechend Zeile 552-557 geändert werden. Und auch dazu gibt es eine Beispieldatei.


Hardware
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zuletzt geändert vor 2 Jahren Zuletzt geändert am 06.01.2016 19:01:48

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